Frust abbauen: Frust verstehen und Frust überwinden

//Frust abbauen: Frust verstehen und Frust überwinden

Frust abbauen, wie geht das? Was kann man gegen Frust tun und lässt sich Frust überwinden? Was ist Frust überhaupt? Jeder kennt das Problem, eine Situation nicht so zu erleben, wie man es sich vorgestellt hat; ein Ziel vor Augen zu haben und es einfach nicht zu erreichen. Es gibt viele Gründe, die zu Frust im Alltag und Frust bei der Arbeit führen können. Liebeskummer, Stress, fehlende Motivation und nicht genug Antrieb, um Dinge anzugehen, die schon lange hätten erledigt sein müssen. Fällst du schnell in alte Muster zurück und ärgerst dich dann über dich selbst? Erfüllst du deine eigenen Erwartungen nicht? Oder ist es eine andere Person, die den Frust hervorruft? Was auch immer das Problem ist – für den richtigen Umgang mit Frustration musst du zunächst seine Ursache erforschen. Erst wenn du die Quelle des negativen Gefühls kennst, kannst du aktiv dagegen anarbeiten und Lösungswege finden. Wir möchten dir dabei helfen, die Ursachen von Stress und Frust zu erkennen und geben dir Tipps gegen Frust, damit du mit diesem Ärger besser umgehen kannst und lernst, ihn zu überwinden.

Inhaltsverzeichnis:

Was ist Frustration?

Frustration ist in erster Linie ein emotionaler Zustand, der auftritt, wenn etwas nicht so klappt, wie du es dir erhofft hast. Die Ursache fast aller Probleme, die Frust hervorrufen, liegt in den eigenen Erwartungen. Psychologisch gesehen beschreibt Frust die Reaktion auf ein Erlebnis, bei dem du dich benachteiligt gefühlt hast. Frust geht oftmals mit weiteren negativen Gefühlen einher, zum Beispiel mit Wut, Enttäuschung oder Trauer. Welche Emotion überwiegt, hängt von der jeweiligen Situation und Person ab. Schwierig wird es vor allem dann, wenn du das Gefühl hast, keinen Ausweg mehr zu finden. Im schlimmsten Fall kann Frust sogar zu einer Depression führen oder das Burn-out-Syndrom hervorrufen. Wenn du glaubst, zu oft frustriert zu sein und immer demotivierter, angespannter und vor allem trauriger zu werden, solltest du schnell etwas dagegen tun.

Was können die Folgen von Frust sein?

Wer regelmäßig frustriert ist, zum Beispiel durch anhaltenden Stress im Beruf oder der Partnerschaft, entwickelt unterbewusst Verhaltensmuster, um dem Ärger Luft zu machen. Oftmals sind es Süchte, die dabei entstehen. Alkohol und Zigaretten stehen ganz oben auf der Liste, aber auch Frust-Essen kann gefährlich werden. Die Befriedigung, die durch den Konsum von Genussmitteln hervorgerufen wird, kann schnell zur Sucht werden. Natürlich hält das Gefühl der Erleichterung und des Glücks nur kurz an, und schnell bist du wieder am Ausgangspunkt angelangt. So entsteht leicht ein Teufelskreis, aus dem es zu entkommen gilt. Wenn du merkst, dass sich der Frust negativ auf deinen Körper und dein Wohlbefinden auswirkt, ist es Zeit, etwas zu unternehmen. Oftmals merkt man erst relativ spät, was der Frust bereits bei einem angerichtet hat. Der Blick auf die Waage, ein Kommentar von Freunden oder Familie, der Kater am Wochenende – wenn du an den Punkt kommst, an dem du selbst bemerkst, dass sich etwas ändern muss, bist du auf dem richtigen Weg. Übrigens: Jeder kennt das Gefühl, das mal etwas nicht so klappt, wie es sollte. Entscheidend ist der richtige Umgang mit Frust – und den kann man lernen.

Frust erfolgreich abbauen

Die gute Nachricht: Es gibt Mittel und Wege, das Gefühl der Frustration wieder loszuwerden. Wenn du dich aktiv gegen die Lähmung wehrst, die der Stress hervorruft, kannst du schnell lernen, mit bestimmten Situationen gelassener umzugehen.

10 Tipps zum richtigen Umgang mit Frust

  1. Setze dir kleine Ziele. Kleine Ziele sind realistischer, als immer gleich alles auf einmal erreichen zu wollen. So erlebst du viel schneller Erfolgserlebnisse, die dem Frust entgegenwirken. Nehme dir nicht zu viel vor. Denke immer daran, dass sich Probleme oft nicht von heute auf morgen lösen lassen. Oftmals musst du kleine Schritte gehen, um ans Ziel zu kommen. Versuche, das zu akzeptieren.
  2. Lenke dich ab. Das hat nichts mit Verdrängung zu tun. Ein langer Spaziergang, eine Runde Sport, ein gutes Gespräch mit Freunden – das alles kann helfen, den Kopf wieder freizubekommen und neue Perspektiven zu erkennen. Gedankenkontrolle ist der Schlüssel zum Erfolg; sei mutig und lasse nur die Gedanken zu, die hilfreich sind. Hierzu gibt es eine Übung zur Gedankenkontrolle von uns. Hier der Link zum Youtube Video: „Kontrolliere Deine Gedanken“.
  3. Sei gut zu dir. Gönne dir eine Auszeit, ein heißes Bad oder spendiere dir einen Friseurbesuch. Kaufe dir die Schuhe, die du schon lange im Blick hast oder gehe mal ins Kino. Solange es nicht zur Sucht wird, kann eine gelegentliche Belohnung wahre Wunder wirken und dir zeigen, dass du dich auch anders fühlen kannst.
  4. Wechsele die Perspektive. Eine Situation erscheint dir aussichtslos? Denke an Probleme aus der Vergangenheit, die du erfolgreich überstanden hast und halte dir vor Augen, dass es immer eine Lösung gibt. Wenn der Frust aus dem Umgang mit einer anderen Person heraus entsteht, versuche zusätzlich, auch die andere Seite zu verstehen.
  5. Entspannungstechniken helfen. Autogenes Training, ein sogenanntes Powernapping (Kurzschlaf), eine Atemmeditation oder Hypnose können helfen, abzuschalten. Ein abendlicher Kurs sorgt zudem für zusätzliche Ablenkung und bringt dich auf andere Gedanken.
  6. Suche das Gespräch. Frust entsteht oft im Umgang mit Mitmenschen. Du ärgerst dich über eine Situation und schluckst immer wieder herunter, was dich eigentlich stört. Das führt schnell zu Frust. Indem du dich traust, dein Problem offen anzusprechen und dir selbst und deinem Gegenüber die Möglichkeit für ein konstruktives Gespräch gibts, löst sich die Anspannung schnell in Luft auf.
  7. Reflektiere. War es wirklich nötig, sich wegen dieser einen Situation den halben Tag zu verderben? Lohnt es sich wirklich, sich über eine Lappalie aufzuregen oder ist vielleicht doch alles nur halb so schlimm? Lerne, Situationen, die du nicht ändern kannst, zu akzeptieren.
  8. Schreibe dir den Frust von der Seele. Fühlst du dich oft frustriert und weisst gar nicht genau, wo das Problem liegt? Auch das ist ein bekanntes Phänomen. Es kann helfen, eine Liste zu erstellen mit den Dingen, die dich belasten. Überlege dir, wie viel Frust die einzelnen Situationen hervorrufen und versuche, systematisch Lösungen zu finden. Was kannst du aktiv tun, um dich besser zu fühlen? Oftmals sind es nur Kleinigkeiten, die einem erst bewusst werden, wenn man sich die Zeit nimmt, darüber nachzudenken.
  9. Versuche auch einmal, es mit Humor zu nehmen. Kleine Missgeschicke passieren schnell, kein Grund, frustriert zu sein. Lache lieber darüber, denn das nimmt die akute Anspannung. Wer sich nicht immer so ernst nimmt, hat es oftmals leichter – und Gelassenheit kann man lernen.
  10. Schlafe genug. Schlafmangel ist eine der Hauptursachen für Stress, denn dein Körper braucht regelmäßige Ruhe und Entspannung, um seine Energiereserven aufzuladen. Höre auf deinen Körper und mute ihm nicht zu viel zu, denn dann bist du weniger reizbar und ausgeglichener im Alltag.

Das wichtigste ist, sich nicht zu überfordern. Du wirst die Dinge nicht sofort um 180° wenden können. Aber wenn du deinem Frust jeden Tag ein kleines bisschen Wind aus den Segeln nimmst, hast du schon bald vieles verändert. Lerne, deinen Frust zu verstehen, baue Ihn Stück für Stück ab, und mit der richtigen Einstellung wirst du ihn bald überwunden haben.

Von | 2017-07-30T01:19:05+00:00 7. Juni 2017|Kategorien: Tipps|Tags: , |0 Kommentare

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