Es gibt viele Gründe, warum man ein Arbeitsverhältnis beenden möchte. Vielleicht stimmt das Gehalt oder das Klima nicht, du hast Ärger mit dem Chef oder hast ganz einfach ein neues Jobangebot, das dich wieder neu herausfordert. In deinem Kopf hast du die Kündigung längst vollzogen, aber den Schritt dann wirklich zu wagen ist oft gar nicht so leicht. Du hast Angst davor, deinen Chef zu verärgern, vor den Reaktionen und Vorwürfen deiner Kollegen und womöglich auch davor, wie die letzten Arbeitstage aussehen könnten. Wenn du dir den Schritt jedoch gut überlegt hast, sollte dich deine Angst nicht davon abhalten, das zu tun, was für dich richtig ist. Also lies dir unsere 9 Tipps durch und lerne, wie du am besten kündigen kannst.

1. Der richtige Zeitpunkt

Es ist verständlich, dass du so schnell wie möglich kündigen willst, denn wahrscheinlich bist du mit deinem Job einfach unzufrieden oder ein anderes Angebot wartet schon. Handel jedoch nicht überstützt und überleg dir, wann ein guter Zeitpunkt für die Kündigung sein könnte. Dein aktuelles Projekt steht kurz vor dem Abschluss? Vielleicht wäre es ein guter Kompromiss, es noch zu Ende zu bringen, um alles mit einem guten Gefühl hinter dir zu lassen. Das besänftigt auch Chef und Kollegen und du kannst deinen Arbeitsplatz guten Gewissens verlassen.

2. Die Vorbereitung

Bevor du deine Entscheidung, zu kündigen, mit deinem Chef besprichst, lies dir lieber noch einmal genau deinen Arbeitsvertrag durch. So kannst du dir über deine Fristen und Rechte bewusst werden und darauf verweisen, wenn es um konkrete Zeitpunkte geht. Die Kündigungsfrist beträgt im Durchschnitt drei Monate, variiert in einigen Fällen jedoch. Wenn dir noch Resturlaub zusteht, kann sich die Frist zudem deutlich verkürzen. Das solltest du ausrechnen und deinem Arbeitgeber auch so kommunizieren.

3. Das Kündigungsgespräch

Eine gute Vorbereitung auf das Kündigungsgespräch kann dir dabei helfen, zu deiner Entscheidung zu stehen. Du hast dir den Gedanken gut durch den Kopf gehen lassen und musst jetzt nur noch den für dich unangenehmen Part überstehen und es deinem Chef sagen. Suche in jedem Fall das persönliche Gespräch mit deinem Vorgesetzten und vereinbare im Idealfall einen Termin. Am besten hast du den Umschlag mit der Kündigung schon dabei, so dass dich niemand mehr zu einem Rückzieher überreden kann. Wahrscheinlich verläuft das Gespräch schneller und angenehmer, als du befürchtest und am Ende verspürst du vor allem Erleichterung. Bring es also einfach hinter dich!

4. Das richtige Auftreten

Wenn dein Chef merkt, dass du noch unsicher bist, wird er versuchen, dich zum Bleiben zu überreden, denn im Normalfall verliert kein Arbeitgeber gerne einen Mitarbeiter. Je selbstbewusster du hinter deiner Entscheidung stehst, desto ernster wird dein Chef dein Anliegen nehmen und dir vertrauen, dass du dir den Schritt gut überlegt hast. Natürlich kann es auch sein, dass dein Vorgesetzter missmutig oder gar sauer reagiert. Denk immer daran, dass das eine höchst unprofessionelle Reaktion ist und du vollkommen im Recht stehst. Lass dich also nicht verunsichern, bleibe ruhig und sachlich und lass dich nicht von Vorwürfen aus der Ruhe bringen.

5. Die richtige Wortwahl

Du willst kündigen, weil du Stress mit deinem Chef hast oder die nervigen Kollegen einfach nicht mehr aushältst? Klar, dann hat sich in dir einiges zusammen gebraut und am liebsten würdest du den Anderen mal richtig die Meinung sagen. Es ist jedoch empfehlenswert, seinen Ärger im Kündigungsgespräch herunterzuschlucken, um die letzten Arbeitstage- oder Wochen nicht noch unnötig schwer zu machen. Übe wenn dann konstruktive und sachliche Kritik und bleibe freundlich, das nimmt auch deinem Gegenüber den Wind aus den Segeln.

6. Die Verabschiedung

Nach dem Gespräch mit dem Chef steht natürlich auch noch aus, all deinen Kollegen von deiner Kündigung zu erzählen. Sicher rechnest du mit unangenehmen Fragen und vielleicht sogar mit Vorwürfen. Denk immer daran, dass du in diesem Fall an dich denken musst und dir deine Entscheidung gut überlegt hast. Suche im Idealfall ein kurzes persönliches Gespräch, gerade wenn du mit anderen Abteilungen eng zusammen gearbeitet hast. Wenn es dir zu unangenehm ist, kannst du auch einfach eine Email an das Team schreiben. So bleibst du am Ende positiv in Erinnerung und nicht als die Person, die sich heimlich aus dem Staub gemacht hat.

7. Die Übergabe

Bei einer Kündigung kann sich schon mal das schlechte Gewissen bemerkbar machen. Schließlich müssen deine Kollegen nun deine Aufgaben übernehmen oder ein komplett neuer Mitarbeiter eingearbeitet werden, womöglich wenn du schon gar nicht mehr da bist. Das kann bei den Kollegen Missmut auslösen. Dem kannst du aus dem Weg gehen, indem du versuchst, alle wichtigen Aufgaben und Projekte noch zu einem guten Ende zu bringen oder Aufgaben gezielt an Leute zu übertragen, die zu vorher dazu gebrieft hast.

8. Der Abschluss

Am Ende ist es für dich am förderlichsten, bis zum Schluss deinen Pflichten nachzukommen, auch wenn du nach der Kündigung eigentlich gar keine Lust mehr dazu hast. Dein Chef ist dazu verpflichtet, dir ein Arbeitszeugnis auszustellen. Darauf solltest du auch bestehen. Benimmst du dich jedoch in deinen letzten Wochen noch daneben, hat dein Chef das letzte Ass im Ärmel und schreibt dir eventuell ein schlechtes Zeugnis. Reiß dich daher zusammen und bring die letzten Wochen erhobenen Hauptes über die Bühne.

9. Und in der Zwischenzeit?

Die Zeit vor und nach der Kündigung kann für die eigene Psyche als sehr belastend empfunden werden. Tu dir daher etwas Gutes und sorge in der Zwischenzeit für ausreichend Entspannung und Ablenkung. Eine Audio-Hypnose kann dir dabei helfen, dein Selbstbewusstsein zu stärken und ist zudem förderlich für deine Entspannung. Lies dir auch unsere Tipps zum Abbau von Frust durch und gestalte dir die Kündigungszeit möglichst stressfrei.