Selbstliebe ist unheimlich wichtig, denn auf ihr baut unser ganzer Selbstwert und damit auch unser Selbstbewusstsein auf. Wenn du dich selbst liebst, fühlst du dich gut, positiv und stark und strahlst das auch nach außen aus. Du willst diese positive Energie in dir weiter geben und kannst andere Menschen aufrichtig lieben – und ihre Liebe zulassen. Wenn du dich jedoch selbst klein und nieder machst und dich mit negativer Energie umgibst, wird es dir schwerfallen, zu deinen Mitmenschen eine positive Bindung aufzubauen. Du wirst nicht verstehen, wie jemand anders dich lieben kann, was zu Frust führt und deine Beziehung zu anderen belastet. Du musst bei dir selbst beginnen! Bitte verwechsele Selbstliebe nicht mit negativem Egoismus. Warum dir hingegen ein bisschen mehr positiver Egoismus im Leben gut tun würde, kannst du hier nachlesen. Ab sofort stehst du an erster Stelle – und dafür musst du dich nicht schämen.

Liebst du dich selbst?

Sei ehrlich, magst du dich eigentlich? Hältst du dir regelmäßig vor Augen, was du schon erreicht hast, was du für tolle Eigenschaften besitzt und warum deine Freunde und deine Familie dich lieben? Oder ist es eher so, dass du ständig selbst an dir rumnörgelst, immer nur an die schlechten Dinge in deinem Leben denkst und dein Selbstwert ziemlich im Keller ist? Versuch mal, dir drei positive Eigenschaften von dir aufzusagen und dich selbst für etwas zu loben. Fällt dir diese Übung schwer? Dann hast du wahrscheinlich ein Problem mit deinem Selbstbewusstsein. Das ist so schade, denn du bist der Mensch, den du am allermeisten lieben solltest! Die gute Nachricht ist, dass du an deiner Selbstliebe arbeiten kannst. Mach dir dafür zunächst klar, welche positiven Effekte Selbstliebe auf dein Leben hat:

  • Du bist emotional unabhängiger, weil dir andere Meinungen nicht mehr so wichtig sind
  • Du bist mit dir selbst im Reinen und kannst Kritik von außen annehmen, ohne dass sie dich fertig macht
  • Du fühlst dich ruhig und entspannt, weil du dir nicht mehr ständig den Kopf über deine Schwächen zerbrichst
  • Du gehst automatisch liebevoller mit deinen Mitmenschen um, weil du weniger gereizt bist
  • Frust und Stress werfen dich nicht mehr so sehr aus der Bahn wie vorher

Wie du siehst hat es nur positive Effekte, wenn du dich selbst liebst. Sicher würdest du diesen Artikel jedoch nicht lesen, wenn du nicht trotz diesem Bewusstsein Probleme damit hast, deine Selbstliebe zu steigern. Vielleicht sind in deinem Leben viele Dinge nicht gut gelaufen und du hängst noch immer der Vergangenheit nach, anstatt nach vorne zu blicken. Vielleicht wurdest du sehr verletzt und es fällt dir schwer, deinen eigenen Wert von alleine wieder zu erkennen. Es gibt vielfältige Gründe, warum Menschen einen geringen Selbstwert haben und sich nicht selbst lieben können. Mit ein paar kleinen Übungen kannst du jedoch ganz schnell daran arbeiten, dich selbst wieder mögen und schätzen zu lernen. Wie würdest du einen guten Freund aufheitern, wenn es ihm schlecht geht? Jetzt mach dir klar, dass du selbst dein allerbester Freund sein solltest – und einen guten Freund macht man nicht klein.

5 Tipps, wie du deine Selbstliebe im Alltag steigern kannst

1. Nimm dir Zeit für dich und gönn dir etwas

Oft sind wir im Alltag mit so vielen Dingen beschäftigt, dass wir das wichtigste dabei ganz vergessen: Uns selbst! Nimm dir daher am Tag bewusst Auszeiten, wo es nur um dich geht. Mach dich von allem frei und verbring die Zeit mit dir selbst ganz bewusst wie mit einem guten Freund. Es ist wichtig, sich auch mal selbst eine Freude zu machen. Neben der täglichen bewussten Zeit mit dir selbst solltest du versuchen, dir regelmäßig etwas zu gönnen: Ein heißes Bad, eine Massage, einen Spa-Tag, einen Spaziergang, eine Tafel Schokolade. Alles, was dir Freude bereitet, zählt. Solche bewussten Auszeiten sind wichtig, um wieder Energie tanken zu können und helfen dir dabei, Frust und Stress loszuwerden. Übrigens: Auch eine Audiohypnose kann dir dabei helfen, dich zu entspannen und deinen Selbstwert zu steigern!

2. Lächele öfter

Beim Lächeln und Lachen werden Glückshormone ausgeschüttet. Es stärkt dein Immunsystem und baut Stress ab. Viele Gründe, am Tag öfter mal zu lachen – auch wenn dir nicht danach ist. Deinem Gehirn ist das egal, es nimmt nur das wahr, was du tust. Also versuch ab sofort bewusst darauf zu achten, im Alltag öfter mal zu lächeln. Wenn du Menschen anlächelst, hat das übrigens den positiven Effekt, dass du mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Lächeln zurückbekommst – und das macht zusätzlich Freude.

3. Sei stolz auf dich

Mach es dir zur Routine, dich regelmäßig daran zu erinnern, was du alles schon geschafft hast. Du kannst dabei in größeren Relationen denken („Toll, dass ich diesen Job bekommen habe!“) aber auch kleine Erfolgserlebnisse gehören gelobt („Endlich hab ich es geschafft, diese Aufgabe zu erledigen!“). Es ist wichtig, sich selbst zu loben und zu registrieren, dass du vorankommst. An deprimierenden Tagen kann es schon ein Erfolgserlebnis sein, das Bett zu verlassen, dir etwas zu kochen oder an die frische Luft zu gehen. Feier dich auch dafür! Auch kleine Schritte sind wichtig und lobenswert.

4. Verzeih dir

In der Vergangenheit mögen einige Dinge nicht so gelaufen sein, wie du sie dir gewünscht hättest. Vielleicht bist du darüber noch immer verärgert oder traurig. Versuch jetzt loszulassen, was du nicht mehr ändern kannst und vor allem: verzeih dir! Was auch immer dich daran hindert, dich selbst zu lieben, denk immer daran, dass alle Menschen Fehler machen. Lass los und du wirst dich besser fühlen. Ab sofort blickst du nach vorne!

5. Nimm dich selbst nicht zu ernst

Sei nicht immer so streng mit dir. Habe Geduld und mach dir bewusst, dass du nicht alleine bist. Es braucht die Zeit, die es braucht. Statt dich selbst runterzumachen, versuche die positiven Dinge in deinem Leben stärker in den Fokus zu rücken. Fehler passieren und es ist auch okay, hin und wieder Rückschritte zu machen. Du bist auch nur ein Mensch. Gerade deshalb solltest du dich nicht so ernst nehmen, sondern die Zeit, die dir bleibt, voll auskosten.

Akzeptiere dich selbst!

Bevor du dich selbst lieben lernen kannst, musst du dich so akzeptieren, wie du bist. Selbstliebe bedeutet nicht, dass du jeden noch so negativen Aspekt deiner Persönlichkeit lieben sollst. Es bedeutete viel mehr, dich selbst so zu akzeptieren wie du bist – mit all deinen Schwächen. Was immer du auch an dir nicht leiden kannst, sei es dein Äußeres oder ein bestimmter Charakterzug – akzeptiere, dass das du bist, mit allen deinen Facetten. Nehmen wir an, du hast einen geringen Selbstwert, weil du sehr schüchtern bist. Es fällt dir schwer, dich anderen zu öffnen und vor anderen Leuten bist du oft still und in dich gekehrt. Du fühlst dich unsicher, weil du Angst hast, was die anderen Leute über dich denken könnten. Also fängst du an, dich selbst zu kritisieren. „Wäre ich doch bloß so offen wie Person X“ oder „Ich hasse mich dafür, dass ich nie den Mund aufbekomme.“ Diese Denkweise bringt dich natürlich kein Stück weiter und wird niemals dafür sorgen, dass du dich selbst lieben kannst. Es ist auch verständlich, dass deine Schüchternheit nie der Charakterzug werden wird, den du am allermeisten an dir schätzt. Aber das muss er auch nicht! Wichtig ist, dass du akzeptierst, dass du bist wie du bist! Es ist verschwendete Lebensenergie, sich selbst abzulehnen.

Die 3 Stufen der Selbstakzeptanz

  1. Mach dir bewusst, warum du dich selbst immer so klein machst. Welche Eigenschaften sind es genau, die du an dir nicht magst und wegen denen du dich immer wieder selbst fertig machst? Es kann helfen, sich diese Dinge zu verschriftlichen, damit du selbst mal liest, was du deinem Unterbewusstsein den ganzen Tag lang einredest.
  2. Akzeptiere, dass diese Eigenschaften zu dir gehören und dich als Menschen ausmachen. Niemand ist perfekt und durchgehend gut. Also hör auf, dich fertig zu machen. Streiche die Dinge auf deiner Liste, die du nicht ändern kannst (z.B. Körpergröße). Dann betrachte die Dinge, die sich ändern lassen (z.B. Übergewicht). Betrachte auch deine Charaktereigenschaften. Viele Eigenschaften lassen sich ebenfalls ändern (geringer Selbstwert), andere hingegen gehören einfach zu dir. Du musst sie nicht lieben, aber du musst sie akzeptieren.
  3. Aus Selbstakzeptanz wird Selbstliebe. Jetzt hast du klarer vor Augen, was genau du an die ändern willst und kannst. Was genau wirst du nun dafür tun? Wenn du abnehmen willst, mach dir heute einen Plan für bewusste Ernährung und melde dich zu einem Sportkurs an. Wenn du offener auf Menschen zugehen willst, übe dich ab sofort in Augenkontakt, melde dich in einem Verein an und geh aktiv auf Menschen zu. Sei stolz auf dich und das, was du schon geschafft hast. Mit ein bisschen Selbstdisziplin können schon kleine Übungen im Alltag dabei helfen, deinen Selbstwert und damit deine Selbstliebe zu steigern.