Sicher kennst du das Gefühl, etwas, das du schon lange vor dir hergeschoben hast, endlich erledigt zu haben. Du spürst Erleichterung, eine Last, die von dir abfällt und gleichzeitig stellst du dir die Frage, warum du bloß so lange damit gewartet hast. Oft sind die Dinge in unserer Vorstellung viel schwieriger. Je länger du etwas aufschiebst, desto unbehaglicher wird die Vorstellung, es tatsächlich zu tun. Dabei dauert die eigentliche Ausführung oft nicht einmal lange. In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, wie du dich selbst mehr disziplinieren kannst und dadurch automatisch mehr Selbstvertrauen erhältst. Nur wenn du selbstdiszipliniert bist, kannst du wirklichen Erfolg haben und dadurch auch dein Selbstbewusstsein stärken. Dabei ist Selbstdisziplin keineswegs nur mit Anstrengung und Arbeit verbunden. Es gilt zwar, den inneren Schweinehund zu überwinden, doch das ist einfacher, als du jetzt denkst. Disziplin ist nicht angeboren, sie steckt in jedem von uns. Du musst nur lernen, wie du sie in dir finden kannst. Ein paar einfache Tricks können dir schnell dabei helfen.

Stärke deinen Selbstwert und deine Selbstdisziplin mit diesen 3 einfachen Tricks

Stell dir vor, du hast dir vorgenommen, nach der Arbeit noch zum Sport zu gehen. Als du abends nach hause kommst, bist du aber erschöpft und müde, die Couch sieht plötzlich viel verlockender aus, als der Weg ins Fitnessstudio. Es gehört eine Menge Selbstdisziplin dazu, jetzt wirklich noch loszugehen. Mach dir klar, dass diese Herausforderung für alle Menschen gleich ist. Du bist nicht faul oder unmotiviert, weil das deine Persönlichkeit ist, die du nicht ändern kannst. Ein Großteil der Menschen würde nach der Arbeit lieber auf der Couch liegen, als ins Fitnessstudio zu gehen. Der Unterschied zwischen erfolgreichen und nicht-erfolgreichen Menschen besteht darin, dass erfolgreiche Menschen es trotzdem tun. Sie entscheiden sich pro-aktiv dafür, etwas zu tun, weil sie wissen, dass sie sich danach besser fühlen werden.

1. Verbanne reaktive Gedanken und Sätze ab sofort aus deinem Wortschatz

„Ich kann nicht…“ oder „Ich muss…“ sind Sätze, die demotivieren. „Ich sollte…“ ist ebenfalls reaktive Sprache und bringt dich nicht weiter. Du lässt dich von deinen Gefühlen leiten, anstatt rational über die wahrscheinlich durchaus positiven Folgen deines Aktionismus nachzudenken. Es gibt immer etwas, was dir Gründe liefert, etwas nicht zu tun. Dich zu etwas zu zwingen, macht keinen Sinn. Dein Ziel ist es daher, deine innere Einstellung zu ändern, damit der Gedanken, etwas tun zu „müssen“, gar nicht erst aufkommt.

2. Gewöhne dir eine proaktive Sprache an

Proaktive Menschen haben auch keine Lust, anstrengende Dinge zu tun, aber sie machen es trotzdem. Ihr Wortschatz besteht aus Sätzen wie „Ich kann…“ und „Ich werde…“, denn sie wissen genau, dass sie niemand anders zu ihren Taten zwingt. Sie treffen die Entscheidung selbst, sie entscheiden sich aktiv für etwas, weil sie sich es vorgenommen haben. Diese Selbstdisziplin kann man lernen und verinnerlichen, wenn man sich eine proaktive Sprache angewöhnt.

3. Übernimm Verantwortung für dein eigenes Leben

Mach dir klar, dass du ganz alleine dafür verantwortlich bist, ob du Erfolg hast oder nicht. Sicher spielen auch immer äußere Umstände und Talent eine Rolle, aber tatsächlich ist es vor allem die Selbstdisziplin, die den kleinen aber feinen Unterschied macht. Du bist nicht der einzige Menschen mit deinem Talent, da draußen sind tausende Menschen, welche die gleiche Begabung haben wie du. Der eine arbeitet jeden Tag mit Selbstdisziplin daran, sein Talent in Erfolg umzuwandeln, der andere sitzt zuhause auf der Couch und ärgert sich, dass von alleine nichts passiert. Wer von den beiden willst du sein?

Du bist stärker als du denkst!

Hast du das Gefühl, dass es Dir an Selbstdisziplin fehlt? Nagt das an deinem Selbstbewusstsein und an deinem Selbstwert? Wenn du dein Selbstbewusstsein stärken willst, dann mach dir bitte klar, dass du schon einen Großteil des Tages selbstdiszipliniert agierst. Du stehst morgens auf, wenn der Wecker klingelt (es ist okay, ein paar mal den Snooze-Button zu betätigen). Du putzt dir jeden Tag die Zähne. Du gehst zur Arbeit, du kochst dir etwas zu essen, du sorgst für dich, indem du zum Arzt gehst, Sport machst, Freunde triffst. Vielleicht könntest du all dem noch selbstdisziplinierter nachgehen, aber im Grunde möchte ich dir nur klarmachen, dass du bereits täglich Dinge tust, für die Selbstdisziplin erforderlich ist. Sie ist also in dir vorhanden. Nun gilt es, sie zu trainieren.

Wann genau agierst du selbstdiszipliniert?

  • Wenn du deiner Leidenschaft nachgehst (z.B. Hobbies oder bestenfalls im Job)
  • Wenn dir etwas Spaß macht (z.B. Freunde treffen, kreativ sein)
  • Wenn du weißt, dass es einen positiven Effekt hat (z.B. Befriedigung von Bedürfnissen, gesundheitliche Vorsorge, finanzieller Erfolg)
  • Wenn du etwas gewöhnt bist (z.B. Arbeitsbeginn zu einer bestimmten Uhrzeit)

Wenn einer dieser Gründe eintritt, agierst du automatisch selbstdiszipliniert, oftmals ohne es zu merken. Genau hier liegt die Kraft. Versuche, das alles, was du tust, in einen dieser Bereiche fällt. Wenn du jetzt darüber nachdenkst, in welchen Situationen du mit deiner nicht vorhandenen Selbstdisziplin konfrontiert wirst, wird dir schnell auffallen, dass mindestens einer der oben genannten Bereiche, wenn nicht sogar alle, gefehlt haben. Es ist ganz normal, dass du keine Selbstdisziplin für etwas hast, dass dir keinen Spaß macht oder in dem du keinen Sinn siehst. Das würde jedem so gehen. Daher musst du dafür sorgen, dass du dir jedes Mal ganz klar machst, warum du etwas tust und welchen Sinn es hat. Du musst einen Sinn in den Dingen finden und ein Ziel für dich selbst formulieren. Sorge dafür, dass dir die Dinge Spaß machen.

Ein Beispiel gefällig? Fällt es dir leichter, ins Fitnessstudio zu gehen, wenn du einen Freund dabei hast und ihr gemeinsam schwitzt, euch aber dabei unterhalten könnt? Dann sorge dafür, dass du ab sofort das Unangenehme mit dem Angenehmen verbindest. Ähnlich verhält es sich mit der Arbeitsmotivation. Wenn du weißt, dass du besser arbeiten kannst, wenn du dich in einem produktiven Umfeld befindest, miete dich in ein Co-Working Space ein oder – noch viel einfacher – setz dich mit dem Laptop oder deinen Unterlagen in ein Café. Gewöhn Dir eine Routine an, um dich nicht jedes Mal aufs Neue motivieren zu müssen. Du wirst automatisch mit dem Gefühl belohnt, etwas geschafft zu haben, das Dir auf lange Sicht Erfolg bringt. So trainierst Du deine Selbstdisziplin und kannst Dein Selbstbewusstsein stärken.

10 Tipps für maximale Selbstdisziplin

1. Schaff dir eine Routine

Es ist wichtig, sich eine Routine zu schaffen, denn wie eben bereits erwähnt, fallen dir Dinge leichter, wenn du dich an sie gewöhnt hast. Ein einfacher Trick, sich neue Dinge anzugewöhnen, ist es, sie mit alten Gewohnheiten zu verbinden. Wenn du dir zum Beispiel angewöhnen willst, mehr Obst zu essen, dann iss zu jedem Stück Schokolade auch ein Stück Apfel. Du willst eine neue Sprache lernen? Fange klein an und lerne jeden Abend 3 Vokabeln, während du deine Zähne putzt. Du willst fitter werden? Nimm jedes Mal die Treppe, anstatt den Aufzug zu benutzen und gewöhn dir zusätzlich an, jedes Mal, wenn du das Haus verlässt, drei Kniebeugen vor der Tür zu machen. Klingt komisch, aber schon bald hast du dich daran gewöhnt und es wird dich keine Überwindung mehr kosten.

2. Fang klein an

3 Kniebeugen pro Tag, 3 Vokabeln am Abend? Nur 15 Minuten Arbeit pro Tag an deinem Projekt oder nur 200 Meter auf der langen Joggingstrecke? Was soll das bringen? Die Wahrheit ist – sehr viel. Nimm dir nicht zu viel vor, sondern gesteh dir ein, deine Disziplin langsam zu steigern. Sobald die ersten Erfolge eintreten, wirst du automatisch motivierter werden und kannst dich steigern.

3. Setzt dir ein Ziel

Wenn du ein Ziel vor Augen hast, bist du motiviert. Woher soll die Selbstdisziplin für etwas kommen, das für dich sinnlos ist? Behalte also immer dein großes Ziel im Blick und mach dir klar, dass auf dem Weg dahin leider ein paar Steine im Weg liegen. Jeder Fortschritt bringt dich näher an dein Ziel, jedes noch so kleine Hindernis, dass du bewältigst, macht dich nur stärker. Mach dir im besten Fall jeden Tag aufs Neue klar, wofür du tust, was du tust. So verinnerlichst du deine Motivation.

4. Finde Deinen Rhythmus

Es gibt zwei Sorten von Menschen. Die einen arbeiten gerne am Tag, die anderen sind Nachteulen. Es kann sein, dass du dich leichter disziplinieren kannst, wenn du deine Aufgaben zu einer bestimmten Uhrzeit am Tag erledigst – siehe Punkt 1, das Schaffen einer Routine. Sei dabei ehrlich zu dir. Wenn du dich lieber erst am Abend an deine Projekte setzt, ist das vollkommen ok. Manche Menschen kommen gerade dann am ehesten zur Ruhe und haben die besten Ideen, wenn um sie herum alles schläft. Zwing dich nicht, um 6 aufzustehen, wenn du ein absoluter Morgenmuffel bist. Gesteh dir lieber zu, deinen Schlaf auszukosten und starte dann motiviert und wach in dein Projekt. Versuche dann aber, deinen Rhythmus beizubehalten, damit sich dein Gehirn daran gewöhnen kann

5. „Aus den Augen aus dem Sinn“

Fehlende Selbstdisziplin muss nicht immer nur bedeuten, dass du dir etwas angewöhnen möchtest. Es kann auch das Gegenteil der Fall sein: Du möchtest eine lästige Angewohnheit loswerden und kannst dich einfach nicht genug selbst disziplinieren, es tatsächlich zu lassen. Sei es, dass du weniger Süßes essen willst, mit dem Rauchen aufhören möchtest oder deinen Ex-Partner nicht mehr auf Social Media Kanälen stalken willst – auch hierzu brauchst du eine gehörige Portion Selbstdisziplin. Ein einfacher Trick ist das Prinzip „Aus den Augen aus dem Sinn“. Schmeiß die Zigaretten in den Müll. Lass die Schokolade nicht offen liegen. Und blockiere deinen Ex, um ihm oder ihr nicht mehr zu schreiben. Wenn du nicht die ganze Zeit an deinen Laster erinnert wirst, wird es dir viel leichter fallen, disziplinierter zu agieren. So kannst du auch leicht wieder dein Selbstwert steigern.

6. Lass dir helfen

Es ist völlig in Ordnung, dir einzugestehen, dass du manches alleine nicht schaffst – und das musst du auch nicht. Was auch immer dein Problem ist, mit ziemlicher Sicherheit bist du damit nicht alleine. Gerade deshalb kann es helfen, sich Gesprächspartner zu suchen, mit denen du deine Situation reflektieren kannst. Das können Freunde oder Familienmitglieder sein, die dich motivieren, aber auch ein Arzt oder ein Therapeut, der im ernsteren Fall die Gründe für deine fehlende Selbstdisziplin mit dir sucht. Auch Hypnose ist eine sehr gute Möglichkeit, um dein Selbstbewusstsein und Selbstwert zu stärken und Selbstdisziplin zu erlernen. Manchmal hilft auch schon eine Audiohypnose.

7. Belohne dich selbst

Wenn du etwas geschafft hast, was dir normalerweise schwer fällt, dann belohne dich selbst. Du kannst dir zum Beispiel vornehmen, nach der Runde Joggen ein heißes Bad zu nehmen. Wenn du zwei Stunden an deinem Projekt gearbeitet hast, kannst du dir zur Belohnung ein Stück Kuchen beim Bäcker holen. Mit solchen kleinen Tricks kannst du dich ganz leicht selbst motivieren. Der Zeitraum bis zur Belohnung sollte dabei übrigens nicht zu lange sein. Auch hier gilt: lieber klein anfangen und dich dann steigern. Auch Etappenziele sind Ziele.

8. Gönn dir regelmäßige Pausen

Pausen sind wichtig, um durchzuatmen und Energie zu tanken. Egal was du tust, plane regelmäßige Pausen ein. Eine halbe Stunde arbeiten, zehn Minuten Pause. Eine weitere halbe Stunde arbeiten, wieder zehn Minuten Pause. Kleine Ziele sind viel leichter zu erreichen als große. Mit der nächsten Pause vor Augen ziehst du die von dir selbst vorgegebene Zeiteinheit viel eher durch, als wenn die Zeit kein Ende zu nehmen scheint. Es kann auch helfen, dir einen ganz konkreten Tagesplan zu schaffen, in dem du Pausen und produktive Zeit vermerkst und den du dann kontinuierlich abarbeitest.

9. Bleib dran und gib nicht auf!

Erfolg kommt nicht auf heute von morgen. Du kannst nicht immer eine Abkürzung nehmen, um an dein Ziel zu gelangen, denn mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit liegen auf dem Weg zum Ziel viele wichtige Lektionen, die du lernen musst und die dir auf lange Sicht helfen werden, weiterhin erfolgreich und diszipliniert zu sein. Natürlich kann gelegentlich Frust aufkommen. Gib nicht auf, wenn du nach kurzer Zeit noch keine großen Fortschritte in deiner Selbstdisziplin erkennen kannst. Im Durchschnitt kannst du damit rechnen, dass dein Gehirn bis zu drei Wochen braucht, bis es sich an eine neue Routine gewöhnt hat.

10. Einfach machen

Es gibt keine Ausrede mehr. Der Anfang ist meist am allerschwersten. Wenn du dich jedoch erst einmal überwunden hast und endlich angefangen hast, wirst du schnell merken, dass es ein äußerst angenehmes Gefühl sein kann, etwas geschafft zu haben und seinen inneren Schweinehund überwunden zu haben. Schon kleine Erfolgserlebnisse können dir helfen, deinen Selbstwert zu steigern und dir auf lange Sicht helfen, selbstbewusster zu werden. Niemand ist perfekt und auch den Besten fällt es schwer, sich zu motivieren. Gib nicht auf und zieh es einfach durch. Danach wirst du dich so viel besser fühlen.