Die Geschichte der Hypnose

Die Geschichte der Hypnose reicht bis zu den Ursprüngen der Menschheit zurück und ist somit eine der der ältesten Therapieformen der Welt. Als natürliche Heilmethode lässt sich mit Hypnose eine ganze Reihe von psychischen und auch körperlichen Problemen behandeln, denen psychosomatische Ursachen zugrunde liegen. Bevor Sigmund Freud um 1900 die Psychoanalyse entwickelte, galt Hypnose sogar als einzige Form der Psychotherapie. Ihre Geschichte reicht bis ins Jahr 4000 v. Chr. zurück, denn bereits in frühen menschlichen Kulturen war Hypnose bzw. Trance ein Bestandteil von (Heil-)Ritualen. Dass schon das älteste Volk der Menschheit, die Sumerer, erfolgreich mit Hypnose gearbeitet haben, ist aus erhaltenen Schriften aus dieser Zeit belegt. Auch Schamanen setzten u.a. Trommelrhythmen dazu ein, Menschen in einen Trancezustand zu versetzen, wodurch sie zugänglicher für positive Suggestionen und Heilung waren.

Hypnosetherapie (oder auch „Hypnotherapie“) als Bestandteil ärztlicher und priesterlicher Praktiken hat eine lange Tradition. Die erste schriftliche Darstellung einer Hypnose erfolgte im 15. Jahrhundert v. Chr. im alten Ägypten. Im sogenannten Papyrus Ebers ist eine Aufzeichnung von medizinischen Texten enthalten, die auch Hypnose als therapeutisches Mittel beschreiben. Als Begriff wurde damals “Tempelschlaf” verwendet. Der Name findet sich auch im antiken Griechenland wieder. Im 4. Jahrhundert v. Chr. gab es dort spezielle Schlaftempel, in denen Prieser kranke Menschen in den Trancezustand versetzten und mit Hilfe von positiven Suggestionen behandelten. Es ist kein Zufall, dass sich das Wort “Hypnose” vom griechischen Wort “hypnos” ableitet: Schlaf. Dass Hypnose eigentlich ein Zustand zwischen Schlafe und wach sein ist und ein anderer Begriff daher treffender gewesen wäre, erkannte man erst, als der Name sich bereits eingebürgert hatte.

Die Geschichte der Hypnose offenbart, wie viele Umwege die Methode gehen musste, bis sie als therapeutisches Mittel anerkannt wurde. Es sollte noch viele Jahrhunderte dauern, bis der Wiener Arzt Franz Anton Messner 1734-1815 die Hypnose zunächst als “magnetisches Heilen” wiederentdeckte und unter dem Begriff “Mesmerismus” weltweit bekannt machte. Er war auch derjenige, der im 17. Jahrhundert der Hypnose etwas Phantastisches anhaftete und ihr damit ein bis heute gebliebenes Image verlieh, das nicht der Wahrheit entspricht. Für Hypnose ist kein besonderes Hilfsmittel erforderlich, ein Hypnotiseur benötigt weder ein Pendel noch eine Uhr oder Ähnliches. Messner führte das auf den eigenen Magnetismus zurück, den er auf seine Patienten übertrug, indem er sie von oben bis unten körperlich abstrich. Seine Heilerfolge sorgten unter Ärzten für negatives Aufsehen, so dass Messner letztendlich nach Paris fliehen musste, was ihn allerdings nicht davon abhielt, am königlichen Hof weiterhin berühmte Mitglieder wie Marie-Antoinette mit Hypnose zu behandeln. Dass Hypnose teilweisen einen schlechten Ruf hat, ist aber auch auf die Inquisition zurück zu führen. Schon vor Messner wurde Hypnose als Wissen von Hexen oder Werk des Teufels gesehen. Vor allem im Mittelalter hielt man Hypnose für Zauberei. Heute gibt es für die Vorgänge, die bei der Hypnose im Körper passieren, wissenschaftliche Erklärungen. Außenreize werden während der Trance abgeschaltet, das Unterbewusstsein tritt in Erscheinung und ist offener für Suggestionen.

Der Begriff “Hypnose” wurde erstmals 1843 vom englischen Arzt James Braid verwendet. Im 19. Jahrhundert war die Medizin noch unterentwickelt und so gab es kaum eine Methode zur Schmerzbekämpfung. Hypnose wurde damals erfolgreich als Mittel zur Betäubung angewandt, zum Beispiel bei Operationen. Später wurde sie u.a. durch die Verwendung von Lachgas abgelöst. Braid trug stark dazu bei, dass Hypnose auch wissenschaftlich Anerkennung fand. Dass Menschen unter Hypnose zugänglicher für Suggestionen sind und auf eine besondere Art und Weise sehr konzentriert agieren, belegte er unter anderem durch Experimente aus seinem Familienkreis. Durch die Fixierung der Augen auf einen Gegenstand rief Braid bei seinen Patienten eine Art Müdigkeit hervor, die zu einem schlafähnlichen Zustand führte, der zur Heilung beitragen konnte. 1843 erschien sein erstes Buch, das zunächst nicht ernst genommen wurde. Lediglich der Pariser Arzt A.A. Liébeault überprüfte und bestätigte Braids Ergebnisse, doch auch sein Buch erntete fast 20 Jahre später weiterhin Hohn und Spott.

Dass Hypnose heute offiziell gegen vielerlei Leiden eingesetzt wird, ist letztendlich dem französischen Professor H. Bernheim zu verdanken. Er las die Bücher, schenkte ihnen Glauben und veröffentlichte abermals ein Buch. Als dieses im Jahr 1886 erschien, hatten hypnotische Phänomene bereits mehr an Bedeutung erlangt. Es war Bernheim dadurch möglich, seine Methode an einer Klinik im französischen Nancy erfolgreich einzusetzen. Er tat sich daraufhin mit Liébeault zusammen und schuf die sogenannte “Schule von Nancy”, in der die wissenschaftliche Anwendung von Hypnose niedergeschrieben war und die eine wichtige Rolle in der Geschichte der Hypnose spielte. Wissbegieriger Schüler dieser Lehre war später u.a. Sigmund Freud.

Als Begründer der Autosuggestionen gilt der Arzt Emile Coué (1857-1926). Er behauptete zurecht, dass jede Hypnose auch eine Selbsthypnose sei, in dem beim Patienten durch Suggestionen eine sehr starke Vorstellungskraft hervorgerufen wird. Indem er Menschen darin stärkte, sich selbst durch Autosuggestionen zu heilen, stärkte er auch die Eigenverantwortung seiner Patienten.

I.H. Schultz entwickelte mit dem Autogenen Training eine therapeutische Methode, die auch als Selbsthypnose bezeichnet werden kann. In den USA ist es vor allem der Hypnosetherapeut Milton Erickson gewesen, der Hypnose als therapeutisches Mittel voranbrachte. Heute wird Hypnose für viele Bereiche der psychotherapeutischen Medizin angewandt und ist ihren Ruf als Zauberei weitgehend losgeworden. Die Geschichte der Hypnose wird vor allem durch die aktuelle Forschung immer weiter vorangetrieben, so dass immer neue Studien regelmäßig ihre Wirksamkeit belegen.

Um es noch einmal vereinfacht bildlich zu verdeutlichen: machen Sie sich klar, dass Sie auf zwei Ebenen denken, fühlen und handeln. Das eine ist der Wachzustand, das andere das Unterbewusstsein. Das Unterbewusstsein ist normalerweise nicht beeinflussbar, es funktioniert sozusagen von selbst. Der Wachzustand – das „normale“ Bewusstsein – hingegen, lässt sich gelegentlich ausblenden, zum Beispiel wenn Sie schlafen. Das Unterbewusstsein sorgt dafür, dass Sie nicht vergessen zu atmen, dass Ihre lebenserhaltenden Funktionen im Körper problemlos funktionieren, es wäre daher schlecht, wenn es sich einfach ausstellen könnte. Was jedoch möglich ist, ist das Unterbewusstsein zu beeinflussen und anzusprechen – das gelingt jedoch nur, wenn die andere Ebene – der Wachzustand – ausgeblendet ist. Stellen Sie sich eine Mauer vor, die das Unterbewusstsein schützend umringt. Vor der Mauer stehen kleine Wachposten – sie sind das Bewusstsein. Sie sorgen dafür, dass die Mauer nicht durchbrochen werden kann. Wenn Sie als Person sich schlafen legen, werden auch die Wachposten nach und nach müde. Je mehr von Ihnen einschlafen, desto ungeschützter ist die Mauer des Unterbewusstseins. Wenn alle schlafen ist sie gänzlich ungeschützt – nun kann sie durchbrochen werden. Der Zustand der Trance, den Sie durch die Hypnose erreichen, ist ähnlich dem Zustand, den Sie kurz vor dem Einschlafen erleben. Auch jetzt sind die Wachposten vor der Mauer müde und schwach. Der Hypnotiseur nutzt den Moment, um kleine Risse in die Mauer zu reißen und positive Suggestionen durch die entstandenen Lücken im Unterbewusstsein zu verankern. Wenn Sie wieder ganz bei Bewusstsein sind, wird das Gehirn die Suggestionen aufgenommen und als real erlebt abgespeichert haben.

Zwischen dem Wachzustand und dem „Somnambulismus“ – der tiefsten Phase der Trance – gibt es viele unterschiedliche Trancezustände. Der Einfachheit halber lassen sie sich am besten in leicht (Somnolenz), mittel (Hypotaxie) und tief (Somnambulismus) unterteilen. In der leichten Trance ist Ihre Kritikfähigkeit leicht eingeschränkt, Ihr Puls und Blutdruck sinken, Sie fühlen sich entspannt. Auch ist Ihr Erinnerungsvermögen ganz normal, Sie bekommen also voll und ganz mit, was mit Ihnen passiert und können sich jederzeit aus dem Trancezustand lösen. Bei der mittleren Trance ist Ihre Kritikfähigkeit bereits stark begrenzt, Ihre Muskeln sind entspannt. Nun nehmen Sie Suggestionen noch leichter auf, auch wenn diese „unlogisch“ sind (zum Beispiel 2+2=5). In der tiefsten Phase der Hypnose ist Ihre Kritikfähigkeit nahezu ausgeschaltet und der Hypnotiseur hat fast ungestört Zugriff auf Ihr Unterbewusstsein und kann auch Ihre Persönlichkeit beeinflussen. Er kann Ihnen nun suggerieren, Sie wären der Kaiser von China und Sie würden es glauben. Dies ist der Trancezustand, den Sie zu sehen bekommen, wenn Sie sich sogenannte „Showhypnose“ angucken. Die leichte und mittlere Trance sind von fast allen Menschen problemlos in kurzer Zeit zu erreichen. Lassen Sie sich bei der Hypnose in Leipzig dabei helfen, negative Verhaltensmuster zu durchbrechen und vertrauen Sie mir Ihre Probleme an. Gemeinsam können wir an einer Lösung arbeiten.

Bei der mittleren Trance ist Ihre Kritikfähigkeit bereits stark begrenzt, Ihre Muskeln sind entspannt. Nun nehmen Sie Suggestionen noch leichter auf, auch wenn diese „unlogisch“ sind (zum Beispiel 2+2=5). In der tiefsten Phase der Hypnose ist Ihre Kritikfähigkeit nahezu ausgeschaltet und der Hypnotiseur hat fast ungestört Zugriff auf Ihr Unterbewusstsein und kann auch Ihre Persönlichkeit beeinflussen. Er kann Ihnen nun suggerieren, Sie wären der Kaiser von China und Sie würden es glauben. Dies ist der Trancezustand, den Sie zu sehen bekommen, wenn Sie sich sogenannte „Showhypnose“ angucken. Die leichte und mittlere Trance sind von fast allen Menschen problemlos in kurzer Zeit zu erreichen. Lassen Sie sich bei der Hypnose in Leipzig dabei helfen, negative Verhaltensmuster zu durchbrechen und vertrauen Sie mir Ihre Probleme an. Gemeinsam können wir an einer Lösung arbeiten.

Studien belegen die Wirkung von Hypnose

Dass Hypnose sich immer mehr als therapeutische Maßnahme etabliert, liegt auch an aktuellen Studien, die immer wieder beweisen, dass die Kraft der Hypnose kein Hokuspokus ist. Die Stanford University School of Medicine untersuchte im Juli 2016 die Wirkung von Hypnose mit der Hilfe von Hirnscans (fMRT). Dr. David Spiegel, Direktor des Center on Stress and Health und medizinischer Leiter des Zentrums für Integrale Medizin an der Stanford University of Medicine, sprach sich offen für den Einsatz von Hypnose aus. Durch die Studien sei belegt worden, welche Gehirnregionen auf die Hypnose reagieren. So könne noch gezielter an der optimalen Anwendung gearbeitet werden und zum Beispiel das Leiden an chronischen Schmerzen effektiver behandelt werden. Hier finden Sie einen umfangreichen Blogartikel: Stanford-Studie zur Wirkung von Hypnose auf das Gehirn. Auch wenn das Bewusstsein für Hypnose mehr und mehr wächst, gibt es noch viele Bereiche, die noch nicht erforscht wurden. In Deutschland setzt sich beispielsweise die Friedrich Schiller Universität in Jena für die Etablierung einer seriösen Hypnose-Studie ein: Uni Jena: „Eine seriöse Hypnoseforschung etablieren“. Mit Unterstützung der Universität Trier und der Deutschen Forschungsgemeinschaft gehen Psychologen derzeit Fragen nach, die sie erstmals in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Scientific Reports“ vom 7. Juli 2017 erläuterten. Das Projekt untersucht, wie genau das Gehirn hypnotische Zustände ermöglicht. Dabei wurden Testpersonen an ein EEG angeschlossen, um bestimmte Hirnaktivitäten unter Hypnoseeinfluss genauer unter die Lupe zu nehmen.